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Asylantragszahlen pro Jahr und Monat

2019 wurden in Österreich nach den vorläufigen Zahlen des BMI 12.551 Asylanträge gestellt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 9%. In den letzten 20 Jahren wurden nur in zwei Jahren (2007 und 2010) weniger Schutzansuchen eingebracht als 2019.

Grafik: Jährliche Asylanträge in Österreich

Der Dezember 2019 war mit 1.177 Asylansuchen der Monat mit den meisten Anträgen 2019.

Grafik: Monatliche Asylanträge in Österreich letzte Monate

Grafik: Monatliche Asylanträge in Österreich seit 2001

86% der bisher in diesem Jahr gestellten Asylanträge waren erstmalige Asylanträge, 14% wurden von Personen gestellt, die bereits früher einmal ein Asylverfahren in Österreich durchlaufen haben. Die meisten dieser Folgeanträge stammten von afghanischen Staatsangehörigen (338 Mehrfachanträge).

Grafik: Erst- und Mehrfachasylanträge
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Herkunftsstaaten

Die mit Abstand meisten Asylanträge wurden 2019 von afghanischen und syrischen Staatsangehörigen gestellt. Weitere wichtige Herkunftsstaaten waren Somalia, Iran, Irak und Russland.

Grafik: Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen

73% aller Asylanträge entfielen 2019 auf Staatsangehörige asiatischer Staaten. 15% der AsylwerberInnen kamen aus einem afrikanischen Herkunftsstaat, 10% aus einem europäischen.

Grafik: Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen

Die Zahl der Asylsuchenden aus Syrien hat gegen Jahresende 2019 wieder merklich zugenommen. Asylanträge von AfghanInnen nahmen von Jahresbeginn bis Oktober kontinuierlich zu, gingen im November jedoch zurück.

Grafik: Vergleich Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen 2017-2018
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Unbegleitete minderjährige AsylwerberInnen

Der Anteil von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) unter allen AsylwerberInnen betrug 2019 7,7% und war damit deutlich höher als im Vorjahr (2,8%). 72% der UMF kamen aus Afghanistan. Von den insgesamt 963 unbegleiteten Minderjährigen waren 52 unter 14 Jahre alt. Die Daten für 2019 sind allerdings noch nicht um jene Personen bereinigt, bei denen im Zuge eines Altersfeststellungsverfahrens eine Volljährigkeit festgestellt wurde. Außerdem ist zu beachten, dass eine parlamentarische Anfragebeantwortung ergeben hat, dass allein von Jänner bis Oktober 2019 471 Asylverfahren von UMF eingestellt wurden, weil die betreffenden Minderjährigen nicht mehr auffindbar waren oder freiwillig ausgereist sind.

Grafik: Asylanträge von unbegleiteten Minderjährigen

Seit März 2019 war eine Zunahme bei den Asylanträgen von unbegleiteten Minderjährigen zu beobachten. Gegen Jahresende gab es dann allerdings wieder weniger Anträge von UMF.

Grafik: Asylanträge von unbegleiteten Minderjährigen

Anmerkung: Die Daten für 2019 sind noch nicht um jene Personen bereinigt, bei denen im Zuge eines Altersfeststellungsverfahrens eine Volljährigkeit festgestellt wurde.

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AsylwerberInnen nach Alter und Geschlecht

34% der Personen, die 2019 einen Asylantrag gestellt haben, waren weiblich. Während jedoch zu Jahresbeginn der Anteil weiblicher Personen noch über 40% betrug, lag er im Dezember nur mehr bei 28%.

Grafik: Asylanträge nach Geschlecht

Einen genaueren Einblick in die demografische Stuktur der AsylwerberInnen geben die Daten von Eurostat. Knapp mehr als die Hälfte der 2019 bis November gestellten Asylanträge betrafen Minderjährige (unter 18 Jahren). Männliche Erwachsene machten 36% aller AsylwerberInnen aus, weibliche Erwachsene 14%.

Grafik: Asylanträge nach Alter und Geschlecht

Anmerkung: Daten für Dezember 2019 sind bei Eurostat noch nicht verfügbar.

Grafik: Asylanträge nach Alter und Geschlecht

Anmerkung: Daten für Dezember 2019 sind bei Eurostat noch nicht verfügbar.

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Entscheidungen im Asylverfahren

9.482 Personen erhielten 2019 Asyl, 2.169 subsidiären Schutz und 1.885 einen humanitären Aufenthaltsstatus. Die Zahl der Schutzgewährungen ist in diesem Jahr bisher deutlich geringer als in den Vorjahren.

Grafik: Asylentscheidungen 2014-2018

Die meisten positiven Asylentscheidungen entfielen auf afghanische (3.962) und syrische (2.489) Staatsangehörige. Auch beim subsidiären Schutz bilden AfghanInnen die mit Abstand größte Gruppe.

Grafik: Asylentscheidungen nach Herkunftsländern
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Sonstiges

Die Zahl der offenen Asylverfahren geht weiter zurück. Insgesamt waren am Jahresende noch 27.156 Verfahren nicht rechtskräftig entschieden. Der Großteil der offenen Verfahren ist in 2. Instanz beim Bundesverwaltungsgericht anhängig. Besonders viele noch nicht entschiedene Asylanträge gibt es bei afghanischen Staatsangehörigen.

Grafik: offene Asylverfahren

Anmerkung: Bei den offenen Verfahren in 1. Instanz sind auch jene Verfahren inkludiert, die zwar bereits entschieden, aber noch nicht rechtskräftig sind.

Über Resettlement-Programme wurden wie schon 2018 auch in diesem Jahr keine Flüchtlinge aufgenommen.

Grafik: Resettlement von Flüchtlingen
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Anmerkungen

Links zu den Datenquellen: