Asylentscheidungen Österreich 2022

Asylgewährungen

Asyl wird gewährt, wenn eine begründete Furcht vor Verfolgung aus einem der in der Genfer Flüchtlingskonvention angeführten Gründe (Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, politischer Gesinnung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe) glaubhaft gemacht werden kann.

Im ersten Halbjahr 2022 erhielten in Österreich 6.855 Menschen Asyl.

Grafik: Asylgewährungen in Österreich 1980–2022 0 0 Asylgewährungen in Österreich 1980 – 2022 Datenquellen: Statistik Austria, BMI Asylstatistiken Zahl der Asylgewährungen pro Jahr bis Ende Juni 2022 1980 '82 '84 '86 '88 '90 '92 '94 '96 '98 '00 '02 '04 '06 '08 '10 '12 '14 '16 '18 '20 2022 5 127 2 801 17 361 2 678 2 053 1 876 1 430 1 115 1 785 2 879 864 2 469 2 289 1 193 684 993 716 639 500 3 393 1 002 1 152 1 073 2 084 5 136 4 528 4 063 5 197 3 753 3 247 2 977 3 572 3 680 4 133 8 734 14 413 22 307 21 767 14 696 9 723 8 069 12 031 6 855

Die Personen, denen in diesem Jahr Asyl gewährt wurde, stammten aus 44 verschiedenen Herkunftsstaaten (inklusive Staatenlose). Zwei Drittel der Anerkennungen entfielen auf Geflüchtete aus Syrien.

Syrien war auch bereits 2021 und von 2014 bis 2017 der Herkunftsstaat mit den meisten Asylgewährungen in Österreich. Afghanische Staatsangehörige erhielten von 2000 bis 2002, 2012, 2013 und von 2018 bis 2020 am öftesten Asyl. Von 2003 bis 2011 bildeten Menschen aus der Russischen Föderation die größte Gruppe unter den neu anerkannten Flüchtlingen.

Grafik: Asylgewährungen in Österreich nach Herkunftsstaaten 2022 76 8 9 14 21 22 24 35 56 107 119 182 312 317 1 027 4 526 andere Staaten Äthiopien Kamerun Bangladesch Pakistan Jemen Eritrea China Türkei Russland Irak staatenlos/unbekannt Iran Somalia Afghanistan Syrien Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Asylgewährungen bis Ende Juni Asylgewährungen in Österreich nach Herkunftsstaaten 2022
Grafik: Asylgewährungen nach Herkunftsstaaten 2000–2022 0 0 Asylgewährungen nach Herkunftsstaaten 2000 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Asylgewährungen pro Jahr bis Ende Juni 2022 (Staaten angeordnet nach der Zahl der gesamten Anerkennungen 2000 – 2022); Herkunftsstaat mit den meisten Asylgewährungen im jeweiligen Jahr ist rot markiert 2000 2005 2010 2015 2022 0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000 16000 4526 Syrien 2000 2005 2010 2015 2022 1027 Afghanistan 2000 2005 2010 2015 2022 107 Russland 2000 2005 2010 2015 2022 312 Iran 2000 2005 2010 2015 2022 0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000 16000 182 staatenlos/unbekannt 2000 2005 2010 2015 2022 119 Irak 2000 2005 2010 2015 2022 317 Somalia 2000 2005 2010 2015 2022 265 andere Staaten
Grafik: Asylgewährungen nach Herkunftsstaaten 2016–2022 0 0 Asylgewährungen nach Herkunftsstaaten 2016 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Asylgewährungen pro Jahr bis Ende Juni 2022 (Staaten angeordnet nach der Zahl der gesamten Anerkennungen 2016 – 2022) 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 15528 11827 4951 2534 2751 6861 4526 Syrien 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 1756 4274 4979 4070 2875 2568 1027 Afghanistan 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 439 1304 1370 786 705 611 312 Iran 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 1690 1289 656 311 221 378 182 staatenlos/unbekannt 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 494 714 768 751 566 565 317 Somalia 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 1328 1160 731 300 246 262 119 Irak 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 460 520 526 378 237 236 107 Russland 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 612 679 715 593 468 550 265 andere Staaten

Von den insgesamt 6.855 rechtskräftigen Asylgewährungen bis Ende Juni 2022 erfolgten 5.711 (83%) in erster Instanz durch das BFA, 1.144 (17%) in zweiter Instanz durch das Bundesverwaltungsgericht. Der Großteil der in diesem Jahr neu anerkannten Flüchtlinge aus Syrien hat Asyl bereits in erster Instanz erhalten. Asylberechtigten aus Afghanistan, dem Irak und insbesondere dem Iran ist der Asylstatus hingegen oft erst nach einem erfolgreichen Beschwerdeverfahren zuerkannt worden (wobei der negative Bescheid des BFA, gegen den Beschwerde erhoben wurde, bereits längere Zeit zurückliegen kann).

Drei Viertel der positiven Asylentscheidungen in erster Instanz entfielen auf syrische Staatsangehörige. Die meisten Asylgewährungen in zweiter Instanz gab es für Personen aus Afghanistan.

Grafik: Asylgewährungen nach Instanz und Herkunft 2022 56 % 86 % 60 % 28 % 78 % 86 % 95 % 88 % 91 % 83 % 44 % 14 % 40 % 72 % 22 % 14 % 5 % 12 % 9 % 17 % 1. Instanz 2. Instanz 50 % Iran Afghanistan Irak Russland China Somalia Türkei staatenlos/unbekannt Syrien Gesamt Anmerkung: einzeln angeführt sind nur Herkunftsstaaten mit mindestens 30 Asylanerkennungen Datenquelle: BMI Asylstatistiken Anteil der Asylgewährungen in 1. und 2. Instanz an den gesamten Asylgewährungen für den Herkunftsstaat bis Ende Juni Asylgewährungen nach Instanz und Herkunft 2022
Grafik: Asylgewährungen nach Instanz und Herkunft 2022 4 280 571 273 166 87 83 71 49 30 22 79 andere Staaten Eritrea China Türkei Irak Russland Iran staatenlos/unbekannt Somalia Afghanistan Syrien 1. Instanz 456 246 225 48 44 24 18 16 10 9 48 andere Staaten Bangladesch Pakistan staatenlos/unbekannt Jemen Russland Somalia Irak Iran Syrien Afghanistan 2. Instanz Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Asylgewährungen in 1. und 2. Instanz für den betreffenden Herkunftsstaat bis Ende Juni Asylgewährungen nach Instanz und Herkunft 2022

68 Prozent der Personen, die 2022 Asyl in Österreich erhielten, waren männlich, 32 Prozent weiblich. 2017 und 2018 war das Geschlechterverhältnis bei den Asylanerkennungen noch annähernd ausgeglichen gewesen.

Grafik: Asylgewährungen nach Geschlecht 2016–2022 13 331 11 147 7 451 5 163 4 847 8 294 4 666 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 männlich 8 976 10 620 7 245 4 560 3 222 3 737 2 189 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 weiblich 60 % 51 % 51 % 53 % 60 % 69 % 68 % 40 % 49 % 49 % 47 % 40 % 31 % 32 % weiblich männlich 2016 '17 '18 '19 '20 '21 2022 Anteil in Prozent Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der positiven Asylentscheidungen bzw. Anteil an den gesamten positiven Asylentscheidungen bis Ende Juni 2022 Asylgewährungen nach Geschlecht 2016 – 2022

Subsidiärer Schutz

Subsidiären Schutz erhalten Personen, denen zwar kein Asyl zugesprochen wird, deren Leben oder Sicherheit im Herkunftsland jedoch gefährdet ist (z.B. durch Krieg, Unruhen oder Folter).

2022 erhielten in den ersten sechs Monaten 2.642 Personen subsidiären Schutz in Österreich. 2.017 (76%) von ihnen waren männlich, 625 (24%) weiblich.

Grafik: Gewährungen von subsidiärem Schutz in Österreich 2004–2022 0 0 Gewährungen von subsidiärem Schutz in Österreich 2004 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Gewährungen von subsidiärem Schutz pro Jahr bis Ende Juni 2022 2004 '05 '06 '07 '08 '09 '10 '11 '12 '13 '14 '15 '16 '17 '18 '19 '20 '21 2022 994 772 909 1 638 1 628 1 536 1 749 2 023 2 050 1 819 2 617 2 478 3 699 7 081 4 191 2 246 2 524 4 262 2 642

Am öftesten wurde subsidiärer Schutz heuer bisher an syrische Staatsangehörige vergeben. In den Vorjahren war stets Afghanistan der Staat mit der höchsten Zahl an Zuerkennungen von subsidiärem Schutz gewesen. Andere Herkunftsstaaten, bei denen dieser Schutzstatus häufiger erteilt wurde, waren der Irak und Somalia.

Grafik: Subsidiärer Schutz 0 0 Subsidiärer Schutz: Herkunftsstaaten 2019 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Gewährungen von subsidiärem Schutz je Herkunftsstaat und Jahr bis Ende Juni 2022 andere Staaten Jemen Nigeria staatenlos/unbek. Georgien Russland Somalia Irak Syrien Afghanistan 168 13 28 32 32 50 139 264 295 1 225 2019 andere Staaten Jemen Georgien staatenlos/unbek. Nigeria Russland Somalia Syrien Irak Afghanistan 164 15 19 24 33 35 145 318 573 1 198 2020 andere Staaten Georgien Russland Jemen Nigeria staatenlos/unbek. Somalia Irak Syrien Afghanistan 162 22 39 44 53 63 162 934 1 053 1 730 2021 andere Staaten Nigeria Georgien Russland staatenlos/unbek. Jemen Somalia Irak Afghanistan Syrien 115 23 28 31 43 58 182 211 906 1 045 2022

71 Prozent der Zuerkennungen von subsidiärem Schutz in diesem Jahr wurden in erster Instanz erteilt. Fast allen subsidiär Schutzberechtigten aus Syrien und dem Jemen, die heuer den Schutzstatus erhielten, wurde dieser in erster Instanz zugesprochen. Die neu als subsidiär Schutzberechtigte anerkannten Personen aus Afghanistan hatten den Status jeweils zur Hälfte in erster und in zweiter Instanz bekommen. Russischen, irakischen und ukrainischen Staatsangehörigen wurde subsidiärer Schutz mehrheitlich erst nach einem Beschwerdeverfahren zuerkannt (die beeinspruchte ablehnende Entscheidung der ersten Instanz kann dabei bereits längere Zeit zurückliegen).

Von den in erster Instanz erteilten Zuerkennungen von subsidiärem Schutz entfiel der Großteil auf syrische Staatsangehörige, bei denen in zweiter Instanz auf Personen aus Afghanistan.

Grafik: Subsidiärer Schutz nach Instanz und Herkunft 2022 51 % 29 % 97 % 39 % 88 % 99 % 27 % 86 % 71 % 49 % 71 % 3 61 % 12 % 1 73 % 14 % 29 % 1. Instanz 2. Instanz 50 % Ukraine Irak Russland Afghanistan staatenlos/unbekannt Somalia Jemen Syrien Gesamt Anmerkung: einzeln angeführt sind nur Herkunftsstaaten mit mindestens 30 Gewährungen von subsidiärem Schutz Datenquelle: BMI Asylstatistiken Anteil der Gewährungen von subsidiärem Schutz in 1. und 2. Instanz an den gesamten Zuerkennungen von subsidiärem Schutz für den betreffenden Herkunftsstaat bis Ende Juni Subsidiärer Schutz nach Instanz und Herkunft 2022
Grafik: Subsidiärer Schutz nach Instanz und Herkunft 2022 1 039 459 161 62 56 37 12 10 10 7 31 andere Staaten Nigeria Venezuela Ukraine Russland staatenlos/unbekannt Jemen Irak Somalia Afghanistan Syrien 1. Instanz 447 149 27 23 21 19 16 6 6 6 38 andere Staaten staatenlos/unbekannt Nordmazedonien Iran Nigeria Russland Somalia Georgien Ukraine Irak Afghanistan 2. Instanz Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Gewährungen von subsidiärem Schutz in 1. und 2. Instanz bis Ende Juni Subsidiärer Schutz nach Instanz und Herkunft 2022

Humanitäre Aufenthaltstitel

"Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen" (im Folgenden auch als "humanitäre" Aufenthaltstitel bezeichnet) können unter verschiedenen Voraussetzungen erteilt werden, z.B. aus Gründen des Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Privat- und Familienlebens), nach einem Jahr mit einer Duldung, nach fünfjährigem Aufenthalt und nachhaltiger Integration oder für Opfer von Menschenhandel und Gewalt. Diese Aufenthaltstitel sind nicht auf Asylsuchende beschränkt.

In jedem Asylverfahren wird, wenn sowohl Asyl wie auch subsidiärer Schutz abgelehnt werden, durch das BFA noch geprüft, ob eine Ausweisung aufgrund des Schutzes des Privat- und Familienlebens dauerhaft unzulässig ist. Falls ja, wird ein Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen erteilt.

Insgesamt wurde 2022 bisher 1.306-mal ein Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen gewährt, 810-mal (62%) männlichen, 496-mal (38%) weiblichen Personen. In 1.043 Fällen handelte es sich um Personen, die zuvor einen Asylantrag gestellt hatten, in 263 um solche ohne Asylantrag.

Grafik: Gewährungen von humanitären Aufenthaltstiteln in Österreich 2015–2022 0 0 Gewährungen von humanitären Aufenthaltstiteln in Österreich 2015 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Gewährungen von Aufenthaltstiteln aus berücksichtigungswürdigen Gründen pro Jahr bis Ende Juni 2022 2015 '16 '17 '18 '19 '20 '21 2022 2 112 1 546 1 580 1 922 1 958 2 621 3 130 1 306

Die meisten Aufenthaltstitel aus berücksichtigungswürdigen Gründen erhielten im ersten Halbjahr 2022 Menschen aus dem Irak und der Russischen Föderation.

Grafik: Aufenthaltstitel berücksichtigungswürdige Gründe 0 0 Aufenthaltstitel berücksichtigungswürdige Gründe: Herkunftsstaaten 2019 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken Zahl der Gewährungen von Aufenthaltstiteln aus berücksichtigungswürdigen Gründen je Herkunftsstaat und Jahr bis Ende Juni 2022 andere Staaten Mongolei Armenien Türkei Ukraine Nigeria Irak Serbien Russland Afghanistan 594 57 68 68 101 109 118 132 313 398 2019 andere Staaten Türkei Armenien Nigeria Mongolei Ukraine Serbien Irak Russland Afghanistan 754 43 77 99 106 127 130 290 494 501 2020 andere Staaten Armenien Mongolei Ukraine Türkei Nigeria Serbien Russland Afghanistan Irak 758 62 63 77 90 110 167 566 574 663 2021 andere Staaten Ukraine Armenien Türkei Afghanistan Nigeria Mongolei Serbien Russland Irak 477 20 40 50 53 58 59 63 229 257 2022

Asylentscheidungen in erster Instanz

Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) trifft die Entscheidungen in Asylverfahren in erster Instanz. Gegen Bescheide des BFA kann beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben werden. Ein Teil der Entscheidungen des BFA wird in Beschwerdeverfahren aufgehoben oder abgeändert.

Im ersten Halbjahr 2022 wurden vom BFA 27.088 Entscheidungen in Asylverfahren getroffen. Die Zahl der offenen Verfahren ist von 19.529 Ende Dezember 2021 auf 27.694 Ende Juni 2022 angestiegen.

Grafik: Asylanträge, Entscheidungen in 1. Instanz und offene Verfahren 2017–2022 0 0 Asylanträge, Entscheidungen in 1. Instanz und offene Verfahren 2017 – 2022 Datenquelle: BMI Asylstatistiken (Asylanträge, offene Verfahren), Parlamentarische Anfragebeantwortungen, BFA Detailstatistiken (Entscheidungen BFA) Zahl der Asylanträge, der Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz und der in 1. Instanz am Jahres-/Monatsende offenen Verfahren (inkl. Rechtsmittelfrist) bis Ende Juni 2022 2017 '18 '19 '20 '21 2022 24 735 13 746 12 886 14 775 39 930 31 051 Asylanträge pro Jahr 2017 '18 '19 '20 '21 2022 60 142 40 463 17 203 14 049 29 357 27 008 Entscheidungen BFA pro Jahr 2017 '18 '19 '20 '21 2022 32 241 7 196 3 901 5 853 19 529 27 694 offene Verfahren BFA

Das BFA hat in Asylverfahren in 2022 bis Ende Juni 8.264-mal eine schutzgewährende Entscheidung (Asyl, subsidiärer Schutz, humanitärer Aufenthalt) getroffen.

In 10.543 Fällen wurde das Asylansuchen abgelehnt. Ablehnende Entscheidungen sind Zurück- und Abweisungen. Eine Zurückweisung des Asylantrags erfolgt, wenn ein anderer EU-Staat, die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen oder Island nach der Dublin-Verordnung für die Bearbeitung des Asylantrags zuständig ist bzw. dort bereits Schutz gewährt wurde, bei Drittstaatssicherheit oder bei unbegründeten Folgeanträgen. Abweisung bedeutet, dass bei einem Asylantrag nach inhaltlicher Prüfung sowohl Asyl wie auch subsidiärer Schutz und humanitärer Aufenthalt abgelehnt wurde.

Schließlich wurden noch 8.201 sonstige Entscheidungen getroffen. Darunter fallen insbesondere Einstellungen von Verfahren, wenn eine Person nicht mehr auffindbar oder freiwillig ausgereist ist. Daneben gibt es noch in einigen wenigen Fällen Gegenstandslosigkeiten und Aussetzungen von Asylverfahren.

31 Prozent der Entscheidungen des BFA waren in diesem Jahr bisher Schutzgewährungen, 39 Prozent Ablehnungen und 30 Prozent sonstige Entscheidungen.

Grafik: Überblick über Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017–2022 0 0 Überblick über Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Zahl der schutzgewährenden, ablehnenden und sonstigen Entscheidungen durch das BFA und Anteil an den Gesamtentscheidungen Schutzgewährungen: Asyl, subsidiärer Schutz, Aufenthaltstitel berücksichtigungswürdige Gründe Ablehnungen: Abweisungen, Zurückweisungen Sonstige Entscheidungen: Einstellungen, Aussetzungen, Gegenstandslosigkeiten 2017 '18 '19 '20 '21 2022 25 509 14 488 6 959 6 236 11 824 8 264 Schutzgewährungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 27 766 22 885 7 782 5 179 9 489 10 543 Ablehnungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 6 867 3 090 2 462 2 634 8 044 8 201 Sonstige Entscheidungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 42 % 36 % 40 % 44 % 40 % 31 % Anteil Schutzgewährungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 46 % 57 % 45 % 37 % 32 % 39 % Anteil Ablehnungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 11 % 8 % 14 % 19 % 27 % 30 % Anteil Sonstige

6.031 Personen wurde 2022 bis Ende Juni in erster Instanz der Asylstatus zugesprochen. Subsidiärer Schutz wurde vom BFA 2.122-mal gewährt, ein humanitäres Aufenthaltsrecht 111-mal.

3.573 Asylanträge wurden vom BFA bereits im Zulassungsverfahren zurückgewiesen. In 6.970 Fällen endete das Asylverfahren nach inhaltlicher Prüfung mit einer Abweisung des Antrags. In 8.201 Verfahren wurde eine sonstige Entscheidung (meist Verfahrenseinstellung) getroffen.

In mehr als der Hälfte der Entscheidungen (54 Prozent), in denen auch inhaltlich geprüft wurde, ob eine Schutzbedürftigkeit gegeben ist (d.h. ohne sonstige Entscheidungen und Zurückweisungen), wurde ein Schutzstatus erteilt. Im Vorjahr lag der Anteil allerdings noch bei 67 Prozent.

Grafik: Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017–2022 0 0 Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Zahl der Entscheidungen bis Ende Juni 2022 Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 18 195 10 623 5 619 4 993 9 501 6 031 Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 6 957 3 395 1 065 1 041 2 135 2 122 subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 357 470 275 202 188 111 humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 7 961 3 930 2 733 2 464 3 780 3 573 Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 19 805 18 955 5 049 2 715 5 709 6 970 Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 6 867 3 090 2 462 2 634 8 044 8 201 sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017–2022 0 0 Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den gesamten Entscheidungen bis Ende Juni 2022 Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 30 % 26 % 33 % 36 % 32 % 22 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 12 % 8 % 6 % 7 % 7 % 8 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 1 % 2 % 1 % 1 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 13 % 10 % 16 % 18 % 13 % 13 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 33 % 47 % 29 % 19 % 19 % 26 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 11 % 8 % 14 % 19 % 27 % 30 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017–2022 0 0 Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz in Österreich 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den inhaltlichen Entscheidungen (ohne Zurückweisungen und sonstige Entscheidungen) bis Ende Juni 2022 Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 40 % 32 % 47 % 56 % 54 % 40 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 15 % 10 % 9 % 12 % 12 % 14 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 1 % 2 % 2 % 1 % 1 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 44 % 57 % 42 % 30 % 33 % 46 % Abweisungen

Asylentscheidungen in erster Instanz nach Herkunftsstaaten

Das BMI veröffentlich seit diesem Jahr vierteljährlich eine detaillierte Statistik über Entscheidungen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl. Die Entscheidungen nach Herkunftsstaat der AsylwerberInnen sind in drei Tabellen – positive, negative und sonstige Entscheidungen – aufgeteilt, wobei nur die 20 Staaten mit den meisten Entscheidungen in der jeweiligen Kategorie angeführt werden. Für Herkunftsstaaten, die sich nicht in allen drei Kategorien unter den Top 20 Staaten befinden, sind daher keine vollständigen Daten zu den Entscheidungen des BFA verfügbar und können daher in den folgenden Grafiken nicht angeführt werden. Dazu gehören mit Tunesien, Indien, Marokko und Ägypten derzeit wichtige Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen, weil es für diese Staaten nur wenige Schutzgewährungen gibt und sie daher nicht unter den Staaten mit den meisten positiven Entscheidungen aufscheinen.



Fast drei Viertel der Asylgewährungen durch das BFA entfielen auf SyrerInnen. Auch subsidiärer Schutz wurde am öftesten Personen aus Syrien gewährt.

Zurückweisungen von Asylanträgen, z.B. wegen Dublin-Zuständigkeit eines anderen Staates, betrafen weitaus am häufigsten afghanische Staatsangehörige. Die größte Zahl an abweisenden Bescheiden (nach inhaltlicher Prüfung) stellte das BFA für AsylwerberInnen aus Tunesien aus. Bemerkenswert ist die hohe Zahl von eingestellten Asylverfahren bei afghanischen Staatsangehörigen.

Grafik: Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz nach Herkunftsstaaten 2022 0 0 Entscheidungen in Asylverfahren 1. Instanz nach Herkunftsstaaten 2022 Datenquelle: BFA Detailstatistik Zahl der vom BFA bis Ende Juni getroffenen Entscheidungen für die jeweiligen Herkunftsstaaten andere Staaten China Türkei Irak Iran Russland staatenlos Somalia Afghanistan Syrien 68 30 58 71 102 104 161 282 637 4 466 Asylgewährungen andere Staaten Russland Nigeria Ukraine staatenlos Jemen Irak Somalia Afghanistan Syrien 28 11 11 11 41 57 64 181 509 1 189 subsidiärer Schutz andere Staaten Venezuela Türkei Afghanistan staatenlos Armenien Pakistan Nigeria Irak Russland 5 4 5 5 6 6 7 9 15 33 humanitär andere Staaten Russland Moldau Irak Algerien Pakistan Indien Marokko Syrien Afghanistan 349 68 81 85 104 119 135 236 282 1 945 Zurückweisungen andere Staaten Bangladesch Türkei Moldau Algerien Ägypten Marokko Indien Pakistan Tunesien 483 93 96 102 145 266 970 976 1 137 2 521 Abweisungen andere Staaten Ägypten Tunesien Irak Ukraine Indien Pakistan Türkei Syrien Afghanistan 554 151 172 185 194 225 312 926 1 096 4 245 Sonstige

Die meisten Entscheidungen in Asylverfahren wurden vom BFA 2021 für Asylsuchende aus Afghanistan und Syrien getroffen. Syrische Staatangehörige erhielten vom BFA großteils Asyl oder subsidiären Schutz. Bei AfghanInnen gab es zwar nur 16 Prozent Schutzgewährungen, jedoch mit 58 Prozent einen sehr hohen Anteil an sonstigen Entscheidungen (v.a. Verfahrenseinstellungen wegen Weiterreisen) und ebenso eine beträchtliche Zahl an Zurückweisungen (z.B. Zuständigkeit eines anderen Staates).

Grafik: Ausgewählte Herkunftsstaaten: Entscheidungen (prozentuell) 2022 0 0 Ausgewählte Herkunftsstaaten: Entscheidungen (prozentuell) 2022 Datenquelle: BFA Detailstatistik Anteil (in Prozent) der verschiedenen Entscheidungen in 1. Instanz an den gesamten Entscheidungen für den jeweiligen Staat; Staaten angeordnet nach der Zahl der 2022 durch das BFA getroffenen Entscheidungen Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen; nicht beschriftete Balkenelemente: < 1.5% Russland staatenlos Irak Somalia Türkei Pakistan Syrien Afghanistan alle Staaten 37 42 15 44 5 63 9 22 4 11 13 29 17 7 8 12 2 3 8 28 38 6 82 20 15 58 30 24 8 17 7 4 8 4 26 13 15 10 14 14 8 72 26 Asyl subsidiär humanitär Sonstige Zurückweisung Abweisung

Anmerkung: Keine vollständigen Daten u.a. für Tunesien, Marokko, Ägypten und Indien verfügbar.

Lässt man Zurückweisungen und sonstige Entscheidungen beiseite, bleiben jene Entscheidungen, in denen vom BFA auch inhaltlich geprüft wurde, ob Gründe für eine Schutzgewährung vorliegen oder nicht.

Fast alle AsylwerberInnen aus Syrien und aus Afghanistan erhielten nach inhaltlicher Prüfung ihres Antrags Asyl oder zumindest subsidiären Schutz. Staatenlosen und Personen aus Somalia wurde in mehr als 80 Prozent der Fälle ein Schutzstatus erteilt. Hingegen war bei Asylansuchen von Menschen aus Pakistan eine Abweisung des Antrags der Regelfall. Gleiches würde für AsylwerberInnen aus Tunesien, Marokko, Ägypten und Indien gelten, für die jedoch keine vollständigen Daten verfügbar sind.

Grafik: Ausgewählte Herkunftsstaaten: Anteil Schutzgewährungen und Abweisungen 2022 0 0 Ausgewählte Herkunftsstaaten: Anteil Schutzgewährungen und Abweisungen 2022 Datenquelle: BFA Detailstatistik Anteil (in Prozent) von Gewährungen von Asyl, subsidiärem Schutz, humanitärem Aufenthalt bzw. Abweisungen von Asylanträgen in 1. Instanz an allen schutzgewährenden bzw. abweisenden Entscheidungen Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen; nicht beschriftete Balkenelemente: < 1.5% Pakistan Türkei Irak Russland Somalia staatenlos Afghanistan Syrien alle Staaten 36 33 54 51 65 54 78 40 2 30 6 32 17 43 21 14 3 7 17 2 98 59 31 23 16 15 3 46 Asyl subsidiär humanitär Abweisung

Anmerkung: Keine vollständigen Daten u.a. für Tunesien, Marokko, Ägypten und Indien verfügbar.

Wenngleich SyrerInnen weiterhin in einem sehr hohen Ausmaß Asyl erhalten, ist zu beobachten, dass nun öfter auch "nur" subsidiärer Schutz gewährt wird. Bei Asylentscheidungen von somalischen Staatsangehörigen gab es ebenfalls einen Anstieg beim subsidiären Schutz bei einem gleichzeitigen Rückgang der Asylgewährungen.

58 Prozent der Asylentscheidungen, die Personen aus Afghanistan betrafen, waren in diesem Jahr bisher sonstige Entscheidungen. Der Anteil an Zurückweisungen ist angestiegen, Abweisungen von Asylanträgen gibt es hingegen nur noch wenige. Obwohl nur 16 Prozent der Entscheidungen insgesamt Schutzgewährungen waren, wurde in 97 Prozent der Fälle, in denen inhaltlich geprüft wurde (ohne Zurückweisungen und sonstige Entscheidungen) Asyl oder subsidiärer Schutz zuerkannt.

Bei den Asylverfahren von türkischen Staatsangehörigen gab es einen starken Anstieg der sonstigen Entscheidungen auf 82 Prozent.

Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Syrien 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Syrien 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 81 % 84 % 81 % 72 % 68 % 63 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 11 % 10 % 11 % 10 % 11 % 17 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 4 % 3 % 3 % 6 % 5 % 4 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 1 % 1 % 0 % 0 % 1 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 4 % 2 % 3 % 11 % 15 % 15 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Afghanistan 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Afghanistan 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 16 % 17 % 28 % 27 % 14 % 9 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 18 % 11 % 8 % 9 % 8 % 7 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 1 % 1 % 1 % 0 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 6 % 4 % 12 % 15 % 16 % 26 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 49 % 60 % 23 % 12 % 5 % 0 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 11 % 6 % 27 % 35 % 57 % 58 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Somalia 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Somalia 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 22 % 35 % 64 % 62 % 56 % 44 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 40 % 33 % 10 % 14 % 14 % 29 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 0 % 0 % 0 % 1 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 7 % 6 % 13 % 12 % 13 % 7 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 25 % 23 % 7 % 8 % 9 % 14 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 5 % 3 % 6 % 3 % 6 % 6 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Pakistan 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus Pakistan 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 3 % 3 % 6 % 1 % 1 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 1 % 0 % 1 % 0 % 0 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 1 % 1 % 1 % 0 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 24 % 17 % 31 % 31 % 10 % 8 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 40 % 51 % 46 % 31 % 57 % 72 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 34 % 27 % 19 % 29 % 31 % 20 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus dem Irak 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus dem Irak 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 16 % 15 % 18 % 18 % 13 % 15 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 15 % 10 % 10 % 14 % 12 % 13 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 1 % 2 % 3 % 1 % 3 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 9 % 5 % 15 % 21 % 23 % 17 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 45 % 57 % 33 % 15 % 14 % 14 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 14 % 12 % 22 % 29 % 37 % 38 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus der Türkei 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für AsylwerberInnen aus der Türkei 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 8 % 21 % 20 % 28 % 25 % 5 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 2 % 1 % 1 % 1 % 0 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 1 % 2 % 1 % 0 % 0 % 0 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 18 % 11 % 12 % 16 % 9 % 4 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 47 % 49 % 51 % 36 % 19 % 8 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 24 % 15 % 15 % 19 % 47 % 82 % sonstige Entscheidungen
Grafik: Entscheidungen in 1. Instanz für staatenlose AsylwerberInnen 2017–2022 0 0 Entscheidungen in 1. Instanz für staatenlose AsylwerberInnen 2017 – 2022 Datenquellen: BFA Detailstatistiken (für 2022), Parlamentarische Anfragebeantwortungen (für 2017-2021) Anteil in Prozent an den Gesamtentscheidungen des BFA für den jeweiligen Herkunftsstaat und das betreffende Jahr Anmerkung: Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 77 % 71 % 71 % 64 % 56 % 42 % Asyl 2017 '18 '19 '20 '21 2022 7 % 7 % 7 % 7 % 9 % 11 % subsidiärer Schutz 2017 '18 '19 '20 '21 2022 0 % 1 % 1 % k.A. 1 % 2 % humanitärer Aufenthalt 2017 '18 '19 '20 '21 2022 6 % 5 % 4 % 9 % 8 % 8 % Zurückweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 5 % 12 % 12 % 8 % 8 % 10 % Abweisungen 2017 '18 '19 '20 '21 2022 5 % 4 % 5 % 11 % 17 % 28 % sonstige Entscheidungen

Anmerkungen

Als Quellen für die verwendeten Daten wurden insbesondere die Asyl- und BFA-Detailstatistiken des BMI (abgerufen am 30.7.2022) und parlamentarische Anfragebeantwortungen herangezogen, ergänzt durch Daten aus den Jahresbilanzen des BFA und von Statistik Austria.

Die parlamentarischen Anfragen über die Entscheidungen des BFA für 2019 bis 2021 wurden zu einem Zeitpunkt beantwortet, als die endgültigen Daten für das jeweilige Jahr noch nicht vorlagen. Es handelt es sich für diese Jahre um vorläufige Daten, die von den endgültigen geringfügig abweichen können.

Für die Zahl der Asylanerkennungen vor 2002 wurde auf Tabellen der Statistik Austria zurückgegriffen. Diese Tabellen wurden allerdings nur bis 2017 veröffentlicht und sind nicht mehr auf der Webseite der Statistik Austria abrufbar.

Links zu den Datenquellen: