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Asylantragszahlen pro Jahr und Monat

2019 wurden bis Ende Jänner 1.018 Asylanträge gestellt.

Grafik: Jährliche Asylanträge in Österreich

Die Asylantragszahlen im Jänner 2019 waren zwar höher als im Dezember 2018, allerdings deutlich geringer als im Jänner des Vorjahres.

Grafik: Monatliche Asylanträge in Österreich letzte 25 Monate

Insgesamt haben sich die monatlichen Asylantragszahlen zuletzt auf einem im Vergleich zu den Vorjahren sehr niedrigen Niveau eingependelt.

Grafik: Monatliche Asylanträge in Österreich seit 2001

84 % der bisher 2019 gestellten Asylanträge waren erstmalige Asylanträge, 16 % wurden von Personen gestellt, die bereits früher einmal ein Asylverfahren in Österreich durchlaufen haben.

Grafik: Erst- und Mehrfachasylanträge
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Herkunftsstaaten

Die meisten Asylanträge werden weiterhin von syrischen und afghanischen Staatsangehörigen gestellt. Neu unter den Top 10 Herkunftsstaaten ist China vertreten.

Grafik: Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen

Grafik: Vergleich Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen 2017-2018
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AsylwerberInnen nach Alter und Geschlecht

Der Anteil von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) unter allen AsylwerberInnen betrug im Jänner 2019 3,0 % (2018: 3,6 %). Von den insgesamt 31 UMF waren 4 unter 14 Jahre alt.

Grafik: Asylanträge von unbegleiteten Minderjährigen

40,7 % der Asylsuchenden waren im Jänner 2019 weiblich. Der Anteil weiblicher AsylwerberInnen bleibt insbesondere im Vergleich zur Zeit vor 2017 weiterhin sehr hoch.

Grafik: Asylanträge nach Geschlecht
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Entscheidungen im Asylverfahren

Eine wichtige Vorbemerkung zu den folgenden Statistiken und Zahlen: In einem Asylverfahren können bis zu drei negative Entscheidungen gleichzeitig getroffen werden (Asyl, subsidiärer Schutz, humanitärer Aufenthalt). In der Asylstatistik des BMI wird allerdings nicht näher definiert, wann eine negative Entscheidung unter die Kategorien „Asyl negativ“, „subsidiärer Schutz negativ“ bzw. „humanitärer Aufenthalt negativ“ fällt. Außerdem ist zu beachten, dass unter den negativen Entscheidungen auch Entscheidungen zu Asylanträgen enthalten sind, die wegen Zuständigkeit eines anderen EU-Mitgliedsstaats zurückgewiesen wurden (Dublin-Verfahren). Diese Personen könnten aber durchaus Gründe für Asyl oder subsidiären Schutz gehabt haben. Aus diesen Gründen sind insbesondere die Zahlen zu den rechtskräftig negativen Entscheidungen und auch die Daten zu den „Anerkennungswahrscheinlichkeiten“ mit Vorsicht zu betrachten.

741 Personen erhielten bisher 2019 Asyl, 193 subsidiären Schutz und 106 einen humanitären Aufenthaltsstatus.

Grafik: Asylentscheidungen 2014-2018

Anmerkung: Unter „Rechtskräftig negativ“ sind alle negativen Entscheidungen zu Asyl, subsidiären Schutz und humanitären Aufenthalt zusammengezählt. „Sonstige Entscheidungen“ sind v.a. Verfahrenseinstellungen.

Zwei Drittel aller positiven Asylentscheidungen entfielen auf afghanische und syrische Staatsanghörige. Beim subsidiären Schutz bilden AfghanInnen die mit Abstand größte Gruppe.

Grafik: Asylentscheidungen nach Herkunftsländern

Insgesamt endeten 44 % aller Asylverfahren mit einer positiven, 37 % mit einer negativen und 19 % mit einer sonstigen Entscheidung. Bei SyrerInnen, IranerInnen und staatenlosen Personen lag die Anerkennungswahrscheinlichkeit bei 70 % und mehr. IrakerInnen erhielten 2018 noch zu 28 % Asyl, 2019 hingegen bisher nur noch zu 13 %. Noch keine positiven Asylentscheidungen gab es in diesem Jahr für Personen aus Nigeria und Georgien.

Grafik: Asyl-Anerkennungswahrscheinlichkeit

Anmerkungen: Bei dieser Statistik ist zu beachten, dass nur Asylentscheidungen, nicht aber die Zuerkennungen bzw. Ablehnungen von subsidiärem Schutz oder humanitärem Aufenthalt, berücksichtigt sind. Als Sonstige Entscheidungen gelten v.a. Verfahrenseinstellungen (etwa weil die betreffende Person nicht mehr auffindbar ist). Zu den negativen Entscheidungen zählen auch Ablehnungnen im Zulassungsverfahren (z.B. wenn ein anderer EU-Mitgliedsstaat für die Prüfung des Asylantrags zuständig ist).

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Sonstiges

Die Zahl der offenen Asylverfahren ist weiterhin rückläufig, wobei der Großteil der Verfahren mittlerweile in der 2. Instanz anhängig ist. Besonders viele offene Verfahren gibt es bei afghanischen AsylwerberInnen.

Grafik: offene Asylverfahren

Anmerkung: Bei den offenen Verfahren in 1. Instanz sind auch jene Verfahren inkludiert, die zwar bereits entschieden, aber noch nicht rechtskräftig sind.

Über Resettlement-Programme wurden wie schon 2018 auch in diesem Jahr keine Flüchtlinge aufgenommen.

Grafik: Resettlement von Flüchtlingen
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Anmerkungen

Links zu den Datenquellen: