Bevölkerungsentwicklung
Zu Jahresbeginn 2026 lebten 9,22 Millionen Menschen in Österreich. 7,33 Millionen hatten die österreichische Staatsbürgerschaft, 1,88 Millionen waren StaatsbürgerInnen eines anderen Landes. Gegenüber dem Vorjahr hat die Gesamtbevölkerung um 18.743 Personen zugenommen, wobei die Zahl der nicht-österreichischen Staatsangehörigen um 25.890 gewachsen, jene der österreichischen StaatsbürgerInnen um 7.147 gesunken ist.
Der Anteil von Personen mit nicht-österreichischer Staatsangehörigkeit an der gesamten Wohnbevölkerung Österreichs ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrug Anfang 2026 20,4 Prozent. Die absolute Zunahme der nicht-österreichischen Wohnbevölkerung (+25.890 Personen) im Laufe des Jahres 2025 war jedoch die geringste seit 2009, die relative Veränderung (+1,4 Prozent) die niedrigste seit 2006.
288.698 Menschen, die keine österreichische Staatsbürgerschaft haben, wurden in Österreich geboren (das sind 15,4 Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung).
Den höchsten Anteil an ausländischer Bevölkerung aller Bundesländer weist Wien mit 36,8 Prozent auf. Eine Betrachtung auf Bezirksebene zeigt, dass aber auch in anderen städtisch geprägten Bezirken überdurchschnittlich viele Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft leben.
Neben Wien haben auch die Städte Wels, Salzburg, Innsbruck, Linz und Graz einen Anteil an nicht-österreichischer Wohnbevölkerung von 30 Prozent und mehr.
Die Gemeinden mit dem höchsten Anteil an ausländischen Staatsangehörigen liegen in Grenzregionen zu Deutschland (Jungholz und Mittelberg, beide sind nur über deutsches Staatsgebiet erreichbar) und in Gebieten nahe der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Kittsee, Wolfsthal, Hainburg und Berg). Die Wiener Bezirke mit dem höchsten Prozentsatz von Menschen mit nicht-österreichischem Pass sind Rudolfsheim-Fünfhaus, Favoriten, Brigittenau und Margareten.
Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit
Die Zahl der in Österreich wohnhaften Menschen aus den „alten“ EU-Staaten hat über die letzten Jahre konstant zugenommen. Ein noch stärkeres Wachstum gab es allerdings bei Staatsangehörigen der Länder, die der EU nach 2004 beigetreten sind, wobei sich das Wachstum zuletzt abgeschwächt hat. Die Bevölkerung aus anderen europäischen Staaten, die nicht der EU oder EFTA angehören, ist erst 2023 durch Geflüchtete aus der Ukraine wieder markant angestiegen. Deutlich angewachsen ist in den letzten Jahren die Zahl der Staatsangehörigen asiatischer Staaten (großteils bedingt durch Fluchtmigration).
Deutsche Staatsangehörige bilden seit 2009 die größte Gruppe unter der ausländischen Wohnbevölkerung Österreichs. Die Zahl der in Österreich lebenden Personen mit rumänischer und ungarischer Staatsbürgerschaft nimmt weiter zu. Wenig verändert hat sich in den letzten Jahren die türkische, serbische und bosnische Bevölkerung (2005 waren dies noch die drei größten Herkunftsgruppen).
Durch Fluchtmigration gab es bei SyrerInnen (2015/2016 und seit 2021), AfghanInnen (2015/2016) und UkrainerInnen (ab 2022) starke Bevölkerungszuwächse innerhalb kurzer Zeit. In Wien sind SyrerInnen mittlerweile die zweitgrößte Herkunftsgruppe, wobei für die Zuwächse dort auch Zuzüge aus anderen Bundesländern mitverantwortlich sind.
In den letzten 20 Jahren ist die Wohnbevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit am stärksten gewachsen. In den letzten 10 bzw. 5 Jahren war bei ukrainischen Staatsangehörigen der höchste Zuwachs zu beobachten, im letzten Jahr (2025) bei SyrerInnen.
In Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg kommen die meisten nicht-österreichischen Staatsangehörigen aus Deutschland, in Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark aus Rumänien und im Burgenland aus Ungarn. In Wien bilden serbische StaatsbürgerInnen die größte Gruppe.
Der Bevölkerungsanteil von deutschen StaatsbürgerInnen liegt in Tirol bei 5,7 Prozent, in Vorarlberg bei 5,0 Prozent und in Salzburg bei 4,0 Prozent, jener von SerbInnen in Wien bei 3,7 Prozent. In den anderen Bundesländern hat keine einzelne Herkunftsnationalität einen Anteil von mehr als 3 Prozent an der Gesamtbevölkerung des Bundeslandes.
66 Prozent der polnischen, 63 Prozent der syrischen und 62 Prozent der serbischen StaatsbürgerInnen haben ihren Wohnsitz in Wien. Auch für den Großteil der Menschen mit anderen Staatsangehörigkeiten ist die Bundeshauptstadt der Ort, wo die Mehrheit von ihnen lebt. Die meisten Personen mit bosnischer Staatsbürgerschaft leben allerdings in Oberösterreich.
Zu- und Abwanderungen
Die meisten Zuzüge nach Österreich gab es 2025 durch deutsche, die meisten Wegzüge durch österreichische Staatsangehörige.
Den höchsten positiven Wanderungssaldo (mehr Zu- als Wegzüge) hatten Personen aus der Ukraine und Deutschland aufzuweisen, den höchsten negativen Saldo (mehr Weg- als Zuzüge) österreichische StaatsbürgerInnen.
Demografie
Die gesamte Wohnbevölkerung Österreichs setzte sich zu Jahresbeginn 2026 aus 51 Prozent weiblichen und 49 Prozent männlichen Personen zusammen. Von den Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft war das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Personen ebenfalls 51 zu 49, bei jenen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft 49 zu 51. Einen Anteil weiblicher Personen von über 60 Prozent wiesen Staatsangehörige Thailands, der Philippinen, Tschechiens und der Ukraine auf, einen von unter 40 Prozent Menschen aus Afghanistan und Pakistan.
Anmerkungen
Die Daten stammen von der Website der Statistik Austria bzw. deren Datenbank STATcube und wurden am 29.6.2026 abgerufen.
Links zu den Datenquellen: