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Asylantragszahlen pro Jahr und Monat

2018 wurden in den 28 EU-Mitgliedsstaaten 581.455 erstmalige Asylanträge gestellt. Gegenüber 2017 bedeutet das einen Rückgang um 11,2 %. Nimmt man auch die Mehrfachasylanträge hinzu, gab es insgesamt 638.205 Anträge auf internationalen Schutz. Im Bereich der EU+ (EU-Staaten plus Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) stellten 598.420 Personen einen erstmaligen Asylantrag (657.065 inkl. Mehrfachanträge).

Grafik: Jährliche Asylanträge in der EU

Anmerkung: Daten bis inkl. 2012 ohne Kroatien.

Monatlich betrachtet gab es die meisten erstmaligen Asylanträge in der EU mit 55.890 im Oktober, die wenigsten mit 42.910 im Dezember.

Grafik: Monatliche Asylantragszahlen in der EU
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Asylantragszahlen in einzelnen EU+ -Staaten

Die meisten Anträge auf internationalen Schutz wurden auch 2018 in Deutschland gestellt, gefolgt von Frankreich, Griechenland, Spanien und Italien. Auf Deutschland entfallen ca. 28 % aller Asylansuchen in der EU.

Grafik: Asylantragszahlen in den einzelnen EU+ Staaten 2018

Berücksichtigt man die Bevölkerungsgröße, war Zypern das Land mit der höchsten Asylantragszahl pro 100.000 EinwohnerInnen. Am Ende der Liste steht die Slowakei mit 3 Asylanträgen pro 100.000 EinwohnerInnen.

Grafik: Monatliche Asylantragszahlen pro Bevölkerung in den einzelnen EU+ Staaten 2018

In Deutschland gingen die monatlichen Asylantragszahlen am Jahresende zurück, in Frankreich hingegen stiegen sie an. Im Dezember 2018 gab es in Frankreich erstmals seit langem mehr Asylanträge als in Deutschland. Den deutlichsten Rückgang bei der Anzahl der Asylanträge hatte Italien zu verzeichnen. Eine insgesamt eher steigende Tendenz gab es u.a. in Griechenland, Spanien, im Vereinigten Königreich, den Niederlanden oder Zypern.

Grafik: Entwicklung der monatlichen Asylantragszahlen in einzelnen EU+ Staaten 2018
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Herkunftsstaaten

Syrische, afghanische und irakische Staatsangehörige stellten 2018 die größte Zahl an Asylansuchen in der EU+. Hinter dem Iran und Pakistan liegt die Türkei bereits an 6. Stelle, noch vor Nigeria, dem afrikanischen Staat mit den meisten AsylwerberInnen. Mit Venezuela findet sich auch ein südamerikanischer Staat unter den wichtigsten Hauptherkunftsländern.

Karte: Top 12 Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen in der EU

Im Vergleich zum Vorjahr gab es von Personen aus dem Iran, der Türkei, Georgien und Venezuela deutlich mehr Asylanträge. Bei allen anderen Hauptherkunftsstaaten ging die Zahl der AsylwerberInnen gegenüber 2017 zurück.

Grafik: Vergleich Herkunftsstaaten von AsylwerberInnen in der EU 2017-2018
Grafik: Entwicklung der monatlichen Asylantragszahlen für die Hauptherkunftsstaaten

SyrerInnen bilden in Deutschland, Griechenland, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Österreich und Zypern die größte Gruppe unter den Asylsuchenden. In Frankreich werden die meisten Anträge von AfghanInnen gestellt, es gibt aber auch einen hohen Anteil von AsylwerberInnen aus Albanien und Georgien. In Spanien suchten viele Personen aus Venezuela und Kolumbien um Schutz an. Im Vereinigten Königreich ist der Iran Hauptherkunftsland, in Italien Pakistan und in der Schweiz Eritrea.

Grafik: Hauptherkunftsstaaten von AsylwerberInnen in einzelnen EU-Staaten

Deutschland war für Asylsuchende aus Syrien, Irak, Iran, Türkei, Nigeria und Eritrea der wichtigste Zielstaat. Staatsangehörige aus Albanien, Georgien und Guinea stellten am häufigsten Asylanträge in Frankreich. Griechenland war Nr. 1 bei Schutzsuchenden aus Afghanistan, Spanien bei solchen aus Venezuela und Italien bei AsylwerberInnen aus Pakistan.

Grafik: Hauptzielstaaten für Asylsuchende einzelner Herkunftsstaaten
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Anmerkungen

In den Asylstatistiken von Eurostat sind die angegebenen Werte immer auf Vielfache von 5 gerundet.




Links zu den Datenquellen: